BBQ-Sauce, rauchig süß

Ich bin absoluter Burger-Fetischist, und da hab ich natürlich auch gerne ein wirklich fantastische BBQ-Sauce zur Hand. Damit ihr die auch machen könnt, hier das strunzdumme, einfache Rezept. Simple is always great. Oder so. Die Sauce passt aber auch gut zu nem Raclette oder Fondue, also, gleich mal für Sylvester ausprobieren.

Zutaten

  • 500 ml Schwarzbier
  • 800 g geschälte Dosentomaten
  • zwei Prisen Salz
  • 2 EL Honig
  • 1 TL Rauchpaprika
  • Etwas Essig (ca. 1 TL)
Zubereitungen
  1. Das Schwarzbier und die Tomaten in einen Topf geben, aufkochen und leise auf etwa 300 ml einkochen lassen.
  2. Das ganze mit Salz, Honig, Essig und Rauchpaprikapulver abschmecken.
  3. Pürieren und durch ein Sieb gießen.
  4. Mindestens 1 Tag im Kühlschrank ziehen lassen. Das ergibt dann eine Geschmacksexplosion, die voll auf die 12 geht.

Abwandlungen

Anstatt des geräucherten Paprikapulvers kannst Du auch geräucherte Chilis verwenden. Damit lässt sich Schärfe und Rauch aber nicht getrennt einstellen, weshalb ich getrocknete, geräucherte Tomaten vorziehen würde. Übrigens kommt Chili in dem Rezept wirklich gut, 1 getrocknete Schote ohne Kerne verleiht der Sauce mächtig drive. Wer Faul ist und die Dosentomaten durch Tomatenmark ersetzen will, vergiss es, das schmeckt so ekelhaft, das funktioniert einfach nicht.

Fruchtig, würzige BBQ-Sauce

BBQ-Sauce

Fruchtig, würzige BBQ-Sauce von Sven (Foto vom Küchenjungen)

Meine BBQ-Sauce für Hamburger. Leider fehlt ihr das Raucharoma, dafür besteht sie aber auch nicht aus künstlichen Geschmacksstoffen und ist ziemlich easy in der Herstellung. Wer auf Rauch nicht verzichten kann, der räuchert sich ein paar getrocknete Tomaten und gibt diese hinzu, oder verwendet etwa 3 EL Hoisin-Sauce aus dem Asia-Shop.

Zutaten

  • 3 EL brauner Zucker
  • 3 Zwiebeln oder 1 Gemüsezwiebel
  • 500 ml Malzbier
  • 2 rote Paprika
  • 1 Dose Pizzatomaten
  • 1 Chillischote
  • 2 Msp. Kreuzkümmel
  • Salz
  • 1 TL Thymianblätter
  • 2 EL Steakpfeffer oder 1 EL grob geschroteter schwarzer Pfeffer
  • 5 EL Olivenöl
  • 1 EL Essig
  • 1 EL Honig

Zubereitung

  1. Die Zwiebeln pellen und auf Streifen schneiden.
  2. Die Paprika putzen und auf Streifen schneiden
  3. Mit etwas Öl in einem Topf die Zwiebeln und die Paprika anschwitzen, dabei den braunen Zucker dazu geben
  4. Die Chilli auf feine Streifen schneiden und dazu geben (wer es nicht so scharf mag, entfernt vorher die Kerne)
  5. Mit dem Malzbier ablöschen und so lange köcheln lassen, bis die Flüssigkeit auf die Hälfte reduziert ist
  6. Die Pizzatomaten und die Thymianblätter dazu geben und das ganze für etwa 30 Minuten köcheln lassen
  7. Das Öl, den Honig, den Pfeffer und den Kreuzkümmel hinzu geben und alles fein pürieren.
  8. Zum Schluss mit Salz und dem Essig abschmecken

Die Sauce passt sehr gut zu gegrilltem Fleisch wie Nackensteaks, Geflügel und Rindersteaks. Unschlagbar ist sie jedoch für Hamburger. Die Sauce kann sehr gut eingefroren werden und schmeckt am besten, wenn man sie zwei Tage lang im Kühlschrank in einem Einmachglas ziehen lässt.

Spareribs mit Honig und Chili

Spareribs und Bacon (CC-BY Oliver Hallmann)

Spareribs und Bacon (CC-BY Oliver Hallmann)

Spare Ripps. Schluss mit der Einleitung.

Zutaten für 3 kg Rippchen (ausreichend für 5-6 Personen)

  • 3 EL Honig
  • 2 EL Ketchup
  • 3 TL Chilisalz
  • 5 TL Salz
  • 1 TL Paprika scharf
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 2 TL Oregano
  • 5 EL Steakpfeffer
  • 5 EL Öl

Zubereitung

  1. Alle Zutaten bis auf die Rippchen miteinander vermischen.
  2. Die Spareribs kalt abwaschen, um eventuelle Knochensplitter zu entfernen, trocken tupfen und zwischen den Knochen auseinander schneiden.
  3. Die Spareribs mit der Würzmasse in eine Schale geben, alles gut durchmengen und die Sauce in das Fleisch massieren
  4. Nach Möglichkeit die Rippen im Vorraus marinieren, das Rezept funktioniert aber ach, wenn sie kurz danach zubereitet werden
  5. Die Rippen bei 180 Grad Umluft auf einem Ofengitter, unter das ein Backblech geschoben wird, etwa 35 Minuten im Ofen auf mittlerer Schiene garen. Damit das Backblech leichter zu säubern ist, legt man ein Blatt Backpapier darauf.

Abwandlungen

Wer seine Rippchen schärfer mag, der gibt einfach noch Chilli hinzu. Der Ketchup kann gegen Hoisin-Sauce ausgetauscht werden, dadurch bekommen sie ein wunderbares Raucharoma. Knoblauch ist eine weitere Würzmöglichkeit, dann sollte aber auf den Honig verzichtet werden. Weiterhin könnten Thymian, Rosmarin, Currypulver, Kümmelsamen (auch hier wieder ohne Honig), Sojasauce, reduzierter Orangensaft (mit Zimt, frischem Ingwer und Sternanis gekocht,dann aber ohne Kräuter) oder reduziertes Malzbier verwendet werden.

Dieses Rezept ist auch in der Zubereitung sehr schön wandelbar. Wer grillen will, der kann dies auch mit diesen Rippchen. Dafür sollten sie aber im ganzen gegrillt werden, bei mittlerer Hitze und nicht direkt über der Glut.
Wer sie extrem kross essen möchte, die denkbar beste Art der Zubereitung, der kann den Aufwand betreiben, die Rippchen direkt auf dem Backblech zu garen, bei 150 Grad für etwa 1 Stunde. Anschließend nimmt man die Rippchen aus dem Saft und vermengt sie mit etwa 5 EL Speisestärke und 3 EL Bratensaft, nur um sie dann möglichst heiß und kurz knusprig zu frittiert. Sagenhaft.
Rippchen mit Bacon umwickelt
Diese werden zusätzlich einfach mit 1 Scheibe Bacon pro Rippe umwickelt und auf dem Rost gegart. Ich sag nur „Knusper, Knusper.

Kürbissuppe

Kürbissuppe mit Chilisalz und Ingwer

Kürbissuppe mit Chilisalz und Ingwer

Jetzt wo das Wetter schlechter wird steigert sich mein Appetit  auf Suppen ins unermessliche, nichts wärmt besser auf als eine herrlich duftende, heiße Suppe. Und da gerade Kürbiszeit ist dachte ich mir, ich erklär mal eben wie man eine Kürbissuppe kocht. Zwar ist es vom Prinzip her egal, welchen Kürbis man benutzt, doch es lohnt sich verschiedene Sorten auszuprobieren und herauszufinden, welche einem selbst am besten schmeckt.

Zutaten

  • 1 kg Kürbis
  • 1 Schlachter- oder Gemüsezwiebel
  • 1 walnussgroßes Stück Ingwer
  • Salz und Zucker zum abschmecken
  • Wasser
  • Etwas Öl

Zubereitung

  1. Den Kürbis aufschneiden und die Kerne entfernen.
  2. Den Kürbis schälen (Hokkaido muss nicht geschält werden, hier reicht abwaschen mit klarem Wasser, VOR dem Aufschneiden)
  3. Nun wird der Kürbis in grobe Würfel geschnitten
  4. Die Zwiebel pellen und auf grobe Würfel schneiden
  5. Den Ingwer schälen und auf feine Stifte schneiden
  6. In einem Topf etwas Öl erhitzen und die Zwiebelwürfel farblos glasig braten
  7. Nun die Kürbiswürfel, den Ingwer und etwa 300 ml Wasser hinzugeben, Deckel auf den Topf und in etwa 15 Minuten das ganze weich köcheln lassen
  8. Nun wird das ganze fein püriert und mit Salz und Zucker abgeschmeckt. Sollte beim pürieren Flüssigkeit fehlen, einfach noch etwas Wasser hinzugeben

Abwandlungen

Die Kürbissuppe die ich oben beschrieben habe stellt nur das Standardgerüst dar, obwohl sie auch so schon gut schmeckt kann man sie nach belieben abwandeln. Hierfür geeignet sind Chili, Currypaste oder Curypulver, Curcuma, Kokosmilch, Sahne, Creme fraiche, Obst wie Äpfel, Mango oder Orange, etwas Zitronensaft. Der Kürbis kann durch Möhren ergänzt werden, ich benutze dann 1 Teil Kürbis und 1 Teil Möhren. Als Einlage eignet sich beispielsweise Hühnerbrust, gebratene Garnelen, gebratener Speck oder Gnocchi. Ziegenkäse und Feta (leicht in die fertig angerichtete Suppe gebröselt) erlauben weitere Kombinationen, insbesondere mit etwas Knoblauch und Lammhackfleisch (dies wird in einer Extrapfanne trocken krümelig gebraten und erst zum Schluss zur Suppe gegeben). Wer hat oder es einfach noch geschmacksintensiver mag verwendet anstatt des Wassers Brühe oder einen kleinen Teil Weißwein.

Hier einmal meine Lieblingskombinationen

  • „Feurig exotisch“ mit Kokosmilch, roter Currypaste und Garnele
  • „leicht Scharf“ mit Möhren und Chili
  • „Die Herzhafte“ mit Speck und Kartoffeln
  • „Die Fruchtige“ mit Mango, Currypulver und Hähnchenbrust

Chili-Kürbis-Suppe

Für 4 Personen (Rezept von Oliver Hallmann)

  • ½ Bio Hokkaido-Kürbis (ca. 500 g)
  • 100 g Zwiebeln
  • 50 g Butter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Chili-Schote
  • 1 Stück Ingwerwurzel ca. 20 g
  • geschälte Tomaten aus der Dose (so viel, wie Kürbis, also ca. 500 g)
  • Salz, Pfeffer
  • Prise Zucker
  • Prise Asia-Gewürzmischung „Fünf Gewürze“ (Asia-Markt oder manchmal beim Lidl)
  • Chili-Pulver (scharf; Asia-Markt oder Lidl)
  • 300-400ml Orangensaft (ca. 4 Orangen)
  • Eine Rinder-Beinscheibe oder Rinderknochen für 1,5l Rinderbrühe
  • Sahne oder Creme Fresh zum Verfeinern

Die Brühe für eine Suppe sollte man immer selber machen und keine Brühwürfel oder ähnliches verwenden. Da ist nur Chemie drin. Also die Rinderknochen bzw. die Beinscheibe in 1,5l Wasser eine Stunde kochen.

Der Hokkaido-Kürbis braucht nicht geschält zu werden, alle anderen Sorten schon. Den Kürbis entkernen und die Fasern entfernen (mit einem Esslöffel). In Würfel schneiden. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer schälen und klein schneiden. Den Ingwer kann man am besten mit einem Teelöffel schälen. Den Knoblauch sehr klein schneiden. Auch die Chili-Schote klein schneiden.

Im Topf die Butter heiß machen (nicht zu heiß, sonst wird sie braun). Die Zwiebeln darin andünsten, dann Chili, Ingwer, Knoblauch, etwas Salz, Pfeffer und Zucker dazu (kein Zucker, wenn O-Saft süß ist). Kürbisstücke dazugeben und andünsten.

Dann Tomaten, Rinderbrühe und O-Saft hinzugeben. Aufkochen und eine Stunde köcheln lassen.Danach mit Mixstab (Blender) alles im Topf zerkleinern. Mit Sahne oder Creme Fresh verfeinern und zum Schluß mit Salz, Pfeffer, Chili-Pulver und Asia-Gewürzmischung (ganz vorsichtig mit dem Zeug!) abschmecken.

Chili und 5-Gewürze-Mischung

Chili und die 5-Gewürze-Mischung habe ich vom Lidl. Sind dort aber wohl nicht immer im Sortiment. Ansonsten gibt es beides im Asia-Markt.