CC 099-Film-Das große Fressen

verwendet mit freundlicher Genehmigung der STUDIOCANAL GmbH

Das große Fressen – Cover der Arthaus-Collection

Udo Sauer vom Fernsehmuell und ich haben uns dieses mal was ganz großes vorgenommen, einen Klassiker der Filmgeschichte, der seinerzeit für große Aufregung gesorgt hat: Das große Fressen. In diesem Film treffen sich vier Freunde, die des Lebens überdrüssig sind, um sich an einem Wochenende zu Tode zu fressen, aber nicht mit billigem Junk Food, sondern mit den hohen Genüssen der französischen Küche. Ob sie ihr Vorhaben schaffen, warum Furze gut synchronisiert werden müssen, warum der Film für viel Wirbel gesorgt hat und noch viel mehr, das darfst Du Dir jetzt gerne auf die Ohren geben. Viel Spaß beim hören. Achja, und nachher wird brav der Film geguckt, denn der lohnt sich sehr.

Originaltitel
La grande bouffe
Produktionsland
Frankreich / Italien
Produktionsjahr
1973
Genre
Drama, Komödie, Satire
Lauflaenge ca. 125 min.
FSK 16

Darsteller
Marcello Mastroianni
Michel Piccoli
Phillippe Noiret
Ugo Tognazzi

Stab
Regie: Marco Ferreri
Drehbuch: Marco Ferreri, Rafael Azcona, Francis Blanche
Kamera: Mario Vulpiani
Produktion: Vincent Malle

00:00:00 Begrüßung

  1. Triggerwarnung, Spoilerwarnung
  2. Heute wieder mit Udo
  3. Das große Fressen
  4. „Medizinisches Kartoffelpürree“

00:05:33 Dramatis personae

  1. Ugo: Koch
  2. Michel: Fernsehproduzenten
  3. Marcello: Flugzeugkapitän und Frauenheld
  4. Philippe: Richter
  5. Skandalfilme werden seltener
  6. Diskussion über Schauspielkunst
  7. Furzen
  8. Andrea: Lehrerin
  9. Marcello erfriert bei der Abreise im Auto
  10. Nutte

00:24:21 Das Essen

  1. Austernwettessen
  2. „Männerabend für Gourmets“ (Sven)
  3. Mit Wachteln gespicktes Schwein
  4. Fleischlieferung: Wildschwein, zwei junge Rehe, zehn Dutzend Perlhühner, fünf Dutzend Hühnchen, Kabeljau
  5. Wildzubereitung
  6. Die Fütterung beeinflusst das Fleisch
  7. Markklöße
  8. Fond
  9. „To be or not to be”
  10. „Fressen oder gefressen werden“
  11. Sven plant für diese Jahr wieder ein Hörerinnenkochen
  12. Polenta: Maisgries
  13. Omelette Confiture
  14. 2014 ist das Jahr des Popcorns
  15. Crêpe Suzette

00:47:20 Nächster Tag

  1. Truthahnfütterung mit Schokolade, Nüssen und Cognac
  2. Bouillon entfetten
  3. Fonds sind in der französischen Küche besonders wichtig
  4. Lachsvideo
  5. Alles wurde frisch gekocht
  6. Backpflaumen
  7. Frühstück: Nieren, heiße Schokolade
  8. Innerein sind geschmacksintensiv
  9. Abendmenü: großes fettes mageres Ragout, Langusten, Hummerroscoff ala Madeleine
  10. Garnituren in der französischen Küche
  11. Kinderbesuch
  12. Bugatti
  13. Kinderbibel
  14. Die Lehrerin genießt den Exzess

01:15:28 Der Hauptgang des Films

  1. Das Fischhühnchen
  2. Sex mit Gegenständen
  3. Die Schauspieler essen noch wirklich
  4. Furzsynchronisation
  5. „Du stirbst nicht, wenn du nichts isst.“
  6. Andrea: „Ich habe Hunger!“
  7. Nudeln
  8. Blutzucker

01:31:28 Schluss

  1. Die Toilette explodiert
  2. Gänsepastete
  3. Ugo stirbt an Herzinfarkt
  4. Pudding in Brustform
  5. Die Leichen werden im Kühlhaus aufbewahrt
  6. Bitte nicht nachmachen

01:43:12 Verabschiedung

  1. Klassische Küche
  2. Herings Lexikon der Küche

Vielen Dank an die STUDIOCANAL GmbH für die Erlaubnis, das DVD-Cover verwenden zu dürfen.

13 Gedanken zu „CC 099-Film-Das große Fressen

  1. Vielen Dank ihr beiden für die schöne Sendung. Da musste ich doch gleich den Film gucken… genau meine Kragenweite 🙂

    Zum medizinischen kann ich vielleicht etwas beitragen. Den Verfall der Protagonisten den man in dem Film sieht gleicht ja eher dem Verfall von Partygästen bei einem mehrtägigen Saufgelage. Das könnte grade noch so passen. Wie Sven aber schon richtig anmerkte: der Körper hält viel aus und 2 Tage dauerfressen ist eigentlich kein Problem.

    Eigentlich…

    Wie aber im Film zusehen wird auch regelrecht um die Wette gefressen, eher wie bei einem Wettessen. Wenn die Kollegen dies nun noch mehr als gezeigt getan haben und ein bisschen Pech mitbringen kann so etwas entstehen

    1.) Mallory-Weiss-Syndrom (http://de.wikipedia.org/wiki/Mallory-Weiss-Syndrom)
    Passiert eigentlich durch wiederholtes Erbrechen, kommt aber auch bei „professionellen“ Wettessern vor: Die Schleimhaut der Speiseröhre reisst ein und blutet. Das habe ich auch schon einmal im Klinikalltag gesehen… Wettesser war der Typ nicht 😉

    2.)Boerhaave-Syndrom (http://de.wikipedia.org/wiki/Boerhaave-Syndrom):
    Meistens durch sehr starkes erbrechen, gerne auch bei vorgeschädigter Speiseröhre: Diese reisst auch ein, aber diesmal die gesamte Wand. Massive Blutung und starke Schmerzen sind die Folge. Ohne ein Krankenhaus in der Nähe siehts dann schlecht aus. Erstmals beobachtet (und auch nach dem Kapitän benannt) bei Seeleuten mit Seekrankheit.

    Die im Film gezeigten Symptome (tolle Blähungen…) und der Sterbevorgang machen medizinisch jetzt erstmal keinen Sinn 🙂 Ein Koch war sicher am Set, ein Arzt sicher nicht xD

    Vielen Dank für die tolle Filmbesprechung!

    Grüße aus der Chirurgie,

    Kai-Ole

  2. Tolle Folge. Der Film gehört zu meinen persönlichen Top Ten. Die Intention des Films wird in folgendem Artikel denke ich ganz gut dargestellt:
    http://www.filmzentrale.com/rezis/grossefressenub.htm
    Die Araber-Szene im Filme hängt wohl mit der Kolonialgeschichte Frankreichs zusammen, deren Folgen sich in den 70ern zu einem ernsten Problem auswuchsen, die bis heute anhalten. Näheres hier:
    http://trend.infopartisan.net/trd1204/t031204.html
    Das Ihr mit den schauspielerischen Leistungen nicht ganz zufrieden gewesen seid ist umso befremdlicher, als das sich die männlichen Hauptdarsteller des Films und der Regisseur laut Kritikermeinung damals auf ihrem künstlerischen Zenit befanden und internationale Stars waren. Der französische Film an sich hatte eben schon immer seine eigene Bildsprache und war damals auch in gnaz Europa sehr beliebt.
    Schön das Ihr auch den bis in 90er weit verbreiteten Plattenservice angesprochen habt (Fleisch auf einem Teller, Beilagen und Gemüse auf separaten Platten). Ein befreundeter Ex-Gastronom hat mir mal erzählt, man wäre von dieser Art des Servierens aus kalkulatorischen Gründen abgekommen, da es besonders bei großen Gesellschaften zu sehr viel „Rücklauf“ (also nicht geleerte Platten) und somit zu viel Wareneinsatzverlust gekommen wäre. Es wäre so fast unmöglich gewesen, die genaue Portionsgrüße zu kalkulieren um rentabel zu arbeiten.

    Grüße und Guten Appetit!

  3. Danke für die interessante Folge, den Film werde ich mir bestimmt mal ansehen. Da ihr nach Filmtipps für weitere Episoden fragtet: Der Film „Eden“ mit Josef Ostendorf, Charlotte Roche und Devid Striesow ist auch ein sehr kulinarischer Film, in dem eine junge Frau Freundschaft mit einem zurückgezogen lebenden Meisterkoch schließt und dies in dem kleinen Ort, in dem sie lebt zu Mißtrauen führt. Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich den Film gesehen habe, daher weiß ich nicht mehr im Detail, was in dem Film kulinarisch passiert. Aber ein Kandidat für die Reihe ist er bestimmt.

    Danke und macht weiter so,
    Karsten

  4. liebe culinaricaster,
    ich habe euren podcast gerade frisch entdeckt. mein kompliment!
    ein großartiger klassiker ist der film „der koch, der dieb, seine frau und ihr liebhaber“ von peter greenaway. (habe ich minimum fünf mal gesehen)
    „es muss nicht immer kaviar sein“ von simmel wurde auch verfilmt: (http://www.youtube.com/watch?v=wIHFo8lv6ZA – habe ich zwar noch nicht gesehen, finde den trailer aber recht unterhaltsam) im buch stehen übrigens die rezepte.
    freue mich auf weiteres…

    hochachtungsvoll
    petronella

  5. Habe die Folge gestern gehört. Ich finde eure Herangehensweise an den Film großartig. Das hat mich sehr amüsiert. Danke dafür 🙂

    Und wenn ich grad schonmal hier bin: Danke auch für das Wrapteigrezept. (Finde Wraps kaufen halt so verdammt teuer)

  6. Jetzt habe ich diese Episode auch endlich gehört … ich musste halt erst den Film schauen. Der mich völlig verstört hat, aber eure Kommentare haben das hinterher schön relativieren können.

    Zur Polenta: Da habe ich just die Tage ein Video von Gennaro Contaldo gesehen, der sie auch auf einem großen Brett anrichtet, die Soße on top, und dann wird gemeinschaftlich vom Brett gelöffelt.
    https://www.youtube.com/watch?v=mS7SKUPE2g4

    Viele Grüße
    Stefan

  7. Pingback: Gesehen: Das große Fressen | hinterlektuelles

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