Partybrot

Kuchen oder Brot?

Kuchen oder Brot?

Dieses Brot hat meine Mutter ganz oft gebacken, wenn wir gegrillt haben. Das tolle daran ist, das man kein Messer braucht und sich jeder sein Stück einfach rausrupfen kann. Dazu kommt noch die unendliche Vielfalt, die dieses Brot bietet. Und die meisten denken, wenn sie es das erste mal sehen, es sei ein gedeckter Apfelkuchen.

Zutaten

  • 800 g Mehl
  • 400 ml warmes Wasser
  • 2 TL Salz
  • 1/2 TL Zucker
  • 2 Päckchen Trockenhefe oder 1 Würfel frische Hefe
  • etwa 100 g Kräuterbutter

Zubereitung

  1. 500 g Mehl, Salz, Hefe, Zucker in eine große Schüssel geben und vermischen.
  2. Das Wasser hinzugeben und den Teig verrühren.
  3. Mit einem Tuch abdecken und mindestens eine Stunde einfach in der Küche stehen lassen. Zur Vorbereitung geht das aber auch gerne 6 Stunden, wahrscheinlich auch noch länger.
  4. Das restliche Mehl in den Teig geben und alles gut verkneten, der Teig sollte nur noch ganz leicht kleben.
  5. Mehl auf die Arbeitsfläche streuen und den Teig darauf schön dünn ausrollen. Entweder mit einem Nudelholz, einer sauberen Weinflasche oder einem Besenstiel.
  6. Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.
  7. Die Butter in einem Topf oder der Mikrowelle schmelzen und auf den ganzen Teig mithilfe eines Pinsels verteilen. Macht man die Butter nur weich, dann kann man mehr Butter auf dem Teig verteilen. Das funktioniert ganz gut mit einem Messer.
  8. Den Teig auf Streifen schneiden, die halb so breit sind wie die Springform hoch ist.
  9. Nun die einzelnen Teigstreifen zusammenfalten und aufrecht in die Springform stellen.
  10. Das Brot etwa 30 Minuten auf mittlerer Schiene backen.

Abwandlungen

Ach, ich kann nicht mal daran denken, nur annähernd all das aufzuzählen, was man anstelle der Kräuterbutter verwenden kann. Tomatensoße, Knoblauchbutter, Baconstreifen, Lardo, Olivenöl, Sambal Olek (für die ganz Harten), Ketchup, BBQ-Sauce, Hackfleischsauce, Ajvar, Schmalz und was nicht sonst noch alles. Viel Spaß beim ausprobieren. Im Übrigen denke ich spricht auch gar nichts gegen eine süße Variante, dann würde ich aber die Mengen an Salz und Zucker vertauschen und das „Brot“ noch mit Puderzucker bestäuben, vor dem backen, natürlich. Pflaumenmus, Apfelmus, Birnenmus, Backmohn, Zimt-Zucker und Alkoholica wie Amaretto oder Grand Manier.

Zimt-Hefeteig mit Mohn und Honig

Hefe-Zimt-Blätterteig mit Mohn, Honig und Zuckerkruste

Hefe-Zimt-Blätterteig mit Mohn, Honig und Zuckerkruste

Weil die @McThieler so nett nachgefragt hat, hier das Rezept für dieses leckere Kaffeegebäck.

Der Teig wird genauso wie Oben beschrieben zubereitet, Salz benötigen wir aber nur eine Prise, 4 EL Zucker und 2 TL Zimt. Anstelle der Butter werden 250 g Backmohnmischung (so ne feuchte Fertigmasse) und 4 EL Honig auf dem Teig verteilt, das ganze, sobald es in der Backform ist, mit reichlich Zucker bestreut und dann erst gebacken. Das nächste mal gebe ich aber noch Rumrosinen mit zur Mohnmasse. Damit aus dem Hefeteig ein Blätterteig wird, muss er nach dem ausrollen mit Butter eingestrichen und tourniert werden. Hierfür werde ich alsbald ein entsprechendes Video nachreichen, das Ding schmeckt aber auch ohne den Blätterteig-Touch wirklich gut.

2 Gedanken zu „Partybrot

  1. Erstmal vielen Dank fuer das Rezept. Habe das Brot mittlerweile mehrmals gemacht, und es ist immer sehr gut angekommen.
    Ich wollte einmal fragen, ob es einen Trick gibt um die restlichen 500g Mehl in den Teig zu bekommen. Habe es bisher immer stueckweise versucht, allerdings laesst es sich zum Schluss kaum noch mit dem Teig verbinden. Oder ist das 1kg Mehl einfach nur ein Schreibfehler?

    Vielen Dank und Gruesse,

    Torsten

  2. Ich bin auch dazu übergegangen, das Brot nur noch mit 800 g Mehl zu machen. Der Teig lässt sich dann leichter verarbeiten und das Brot wird insgesamt luftiger, weil mehr Platz in der Springform ist, sodass es beim Backen besser aufgehen kann. Nichtsdestotrotz: Immer ein Kracher, herzhaft wie süß.

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