Rotkohl – ein Wintergemüse

Winterzeit ist in Deutschland Kohlzeit. Kohl liefert uns jede Menge Inhaltsstoffe, die wir in allen anderen Jahreszeiten aus anderen Gemüsen erhalten. Kohl besitzt jedoch wenig/kein Fett und wird meist zu deftigen Gerichten serviert, so daß wir in den kalten Tagen gerne auch mal etwas mehr Fett für die Zubereitung verwenden dürfen. Zumindest früher, damals, als die Arbeit härter und die Winter kälter waren. Heutzutage machen wir das hauptsächlich, weil wir den Geschmack lieben. Sicherlich geht Kohl auch mit wenig Fett, aber es schmeckt einfach besser, wenn ordentlich Schmalz dran kommt. Ganz klassisch ist hier der Rotkohl, zu dem meißt Gans oder Ente serviert wird, gesünder und abwechslungsreicher wird es aber mit Wild wie Reh, Hirsch oder Wildschwein.

Zutaten
  • 1,5 kg Rotkohl
  • 2 Zwiebeln
  • 50 g Schmalz
  • 150 ml Rotwein
  •  Salz, Zucker, Essig
  • 1 TL Lebkuchengewürz
  • 2 EL Preiselbeeren
  • 1 EL Speisestärke

Zubereitung

  1. Den Rotkohl vierteln, den Strunk entfernen und die äußeren Blätter entfernen und auf feine Streifen schneiden (mit dem Messer, einer Reibe oder der Küchenmaschiene)
  2. Den Rotkohl mit Essig, Salz und Zucker vermengen und durchkneten oder über Nacht im Kühlschrank stehen lassen (geht auch kürzer, wenn es eiliger ist)
  3. Die Zwiebeln pellen und auf Streifen schneiden
  4. Das Schmalz in einen Topf geben und darin die Zwiebeln farblos anschwitzen
  5. Den Rotkohl, den Wein, das Lebkuchengewürz und die Preiselbeeren hinzu geben
  6. Das ganze aufkochen lassen und die Hitze reduzieren, bis das ganze nur leicht simmert, den Rotkohl in etwa 40 Minuten mit Deckel weichköcheln lassen
  7. Zum Schluß die Speisestärke mit kaltem Wasser anrühren und damit den Rotkohl leicht abbinden
  8. Den Rotkohl noch einmal mit Salz und Zucker abschmecken

Abwandlungen

Natürlich kann man anstatt frischem Rotkohl auch gefrorenen oder eingemachten Rotkohl aus dem Glas verarbeiten. Bereits geschnittener Rotkohl ist dem Rotkohl aus dem Glas allerdings deutlich vorzuziehen. Gefrorener Rotkohl wird wie oben beschrieben zubereitet, allerdings kann natürlich Punkt 1 übersprungen werden, eingemachter Rotkohl aus dem Glas fängt erst bei Punkt 5 an, benötigt in etwa nur 10 Minuten im Topf und verwendet lediglich 1/4 des Rotweins, welcher zuvor reduziert werden sollte.
Anstatt des Rotweins kann auch eine Mischung aus 1/2 Rotwein und 1/2 Orangen- oder Apfelsaft verwendet oder der Rotwein und die Gewürze durch Glühwein ersetzt werden. Auch liebt Rotkohl Frucht, so etwa Äpfel, Rosinen, Zwetschgen, oder aber auch Weintrauben, Preiselbeeren, Waldfrüchte, Kirschen und Birnen.
Wer den Rotkohl deftig mag, der gibt einfach gekochten, auf Streifen geschnittenen Bauchspeck mit zu den Zwiebeln dazu.
Wer Rotkohl als Salat zubereiten möchte, der kommt um frischen Rotkohl nicht drumrum. Für einen Salat müssen nur die ersten Beiden Schritte durchgeführt werden und zum Schluß etwas Öl, Rosinen und eine gute Prise Zimt hinzu.

 

Hier ein paar Ideen für Kombinationen
  • Apfelrotkohl mit Preiselbeeren zu Gänsebraten
  • Zimtrotkohl mit Orangensaft und Pflaumenmuß zu Entenbrust
  • Rotkohlsalat mit Birnen und gerösteten Walnüssen (zum Schluß drüberstreuen) zu geräucherter Entenbrust

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.