Hähnchenkeulen mariniert in Malzbier

 

Sollten die Hähnchenkeulen oben schwimmen, einfach einen kleinen Teller drauf stellen.

Sollten die Hähnchenkeulen oben schwimmen, einfach einen kleinen Teller drauf stellen.

Hähnchenkeulen mariniert in Malzbier

So sieht das ganze dann fertig aus.

Die Hühnerkeulen lassen sich auch mit etwas Übung grillen

Die Hühnerkeulen lassen sich auch mit etwas Übung grillen (Danke an Teddy vom Esel und Teddy Podcarst)

Zutaten

  • 8 Hähnchenkeulen
  • 2 Liter Malzbier (ich bevorzuge Oettinger, Vitamalz ist mir viel zu süß)
  • 500 g Salz
  • 1 El Honig
  • etwas Olivenöl
  • Curry, Paprikapulver, Thymian, Rosmarin nach belieben

Zubereitung

  1. Malzbier, Salz und Honig in einen Topf geben und einmal kurz aufkochen und anschließend abkühlen lassen.
  2. Die Hähnchenkeulen kalt abgewaschenund in die abgekühlte Marinade legen. Die Keulen sollten bedeckt sein. Zur Not hilft hier ein Teller als Beschwerung. Das ganze funktioniert am besten in einem schmalen, hohen Gefäß.  Sollte dennoch etwas Flüssigkeit fehlen, einfach mit etwas Salzwasser aufgießen.
  3. Nun müssen die Hähnchenkeulen etwa 4 Stunden marinieren.
  4. Gieß die Marinade anschließend weg. Sie kann auf keinen Fall noch einmal verwendet werden, alleine aus Vorsicht vor Salmonellen nicht.
  5. Nun müssen die Hähnchenkeulen erneut kalt abgewaschen und anschließend trocken getupft werden.
  6. Vermische nun das Olivenöl mit den Würzzutaten, mit denen die Hähnchenkeulen veredelt werden sollen und reibe sie damit ordentlich ein. Dieser Schritt kann aber auch ganz weggelassen werden, die Keulen schmecken auch so schon sehr gut. Salz wird nicht mehr benötigt, das hat die Marinade schon erledigt.
  7. Bei 180 Grad Umluft fühlen sich die Keulen jetzt 1 Stunde wohl im Ofen, anschließend in Deinem Bauch.

Das Gericht ist ganz leicht zuzubereiten erfordert sehr wenig Arbeit. Die Keulen schmecken herrlich salzig-süß, und zwar durch und durch. Das Essen lässt sich gut Vorbereiten und ist für Partys ideal. Die Zubereitung habe ich mir vom Räuchern abgeschaut, wo Fische vorher in gesättigter Salzlake für etwa 2 Stunden mariniert werden. Geflügel braucht aber länger, ist das Fleisch doch fester und besitzt Knochen.

Ideal mit Stampfkartoffeln, Pommes, Country Fries oder Salat zu genießen. Auch kalt.

6 Gedanken zu „Hähnchenkeulen mariniert in Malzbier

  1. Hallo, Sven! Vielen Dank für die schöne Idee, die ich zum Angrillen in diesem Jahr übernommen habe. Problem 1: Der Malzbiergeschmack war nicht wirklich bis ins Fleisch gedrungen, obwohl die die Keulen sogar über Nacht im Malzbier habe schwimmen lassen. Problem 2: Die Haut, die noch am ehesten den Malzbiergeschmack hatte, ist mir auf dem Grill hoffnungslos verbrannt, obwohl ich die Keulen nicht eingeölt habe, sondern trockengetupft auf den Grill gelegt habe. Hast du Tipps für mich? Sollte man Hühnchen grundsätzlich nicht aufs offene Feuer legen? Viele Grüße, Teddy.

  2. Hi Teddy,
    1. haben die Keulen denn auch nicht wirklich nach Salz geschmeckt? Welches Malzbier hast Du genommen? Die Keulen waren doch sicher nicht gefroren, als Du sie mariniert hast, oder?

    2. Die Hähnchenkeulen kannst Du nicht auf dem Grill komplett garen, dafür lagert sich zuviel Zucker in der Haut ein. Der verbrennt bei so großer Hitze viel zu schnell. Du kannst die Keulen aber vorher bei etwas weniger Hitze im Ofen fertig garen, ohne das die Haut knusprig wird, und anschließend grillen, allerdings bei nicht zu großer Hitze.
    Hierfür würde ich dann aber auch die kleinen Unterkeulen empfehlen.

  3. Ich habe auch Oettinger genommen. 1,5 Liter für vier ungefrorene Keulen mit einem Esslöffel Honig und 150g Salz. Vielleicht hatten sie ein bisschen Salzgeschmack, aber nicht wirklich intensiv.

    Hast du denn Grilltipps, wie ich die große Hitze vermeiden kann? Keulen auf Aluschalen? Indirektes Grillen (mit/ohne Deckel)? Saft/Fett auffangen? Denn die Keulen vorher im Ofen zuzubereiten ist doch ein bisschen Pfusch am Grill … 😉

    • Wenn Du die Keulen unbedingt grillen willst, dann würde ich Dir Chickenwings empfehlen, die sind schneller durch, brauchen daher nicht so lange Hitze. Am besten Grillst Du sie neben der Glut und legst sie direkt am Anfang aufs Rost. Aluschalen und ähnliches hat meiner Meinung nach auf dem Grill rein gar nichts zu suchen, ebenso könntest Du mit Regenjacke duschen gehen. Pfusch am Grill ist das vorgaren aber keinesfalls, höchstens für Puristen. Ich nehme mal an, Du bist einer. Auswirkung auf die geschmackliche Entwicklung hat dies aber nicht. Beim Grillen gehts ja (rein kochtechnisch gesehen) um Röststoffe und das Aroma des Heizgutes wie z.B. Holzkohle. Da letzteres bei den Keulen vernachlässigt werden kann, sehe ich nicht, warum die zubereitung der Keulen hier unnötig erschwert werden soll. Gerade wenn Du viele Keulen grillen willst ist dies eine imense Erleichterung und spart jede Menge Zeit. Des weiteren musst Du bei der Marinade eine gesättigte Salzlösung herstellen, also ein Mischverhältnis von 1 zu 4 von Salz zu Flüssigkeit. Alzuviel Malzgeschmack habe ich bisher in den Keulen auch nicht gehabt, mir ging es bei dem Rezept um den süßen und salzigen Geschmack. Solltest Du mehr Malzgeschmack haben wollen, versuch doch einmal, das Malzbier vorher auf die hälfte einkochen zu lassen. Also 2 Liter köcheln lassen, bis nur noch etwa 1 Liter vorhanden ist, anschließend erst das Salz für 1 Liter hinzugeben. Ich sehe gerade, das ich da einen Fehler in der Menge des Salzes im Rezept stehen habe, werd das am Wochenende noch mal selber kochen und dann hier korrigieren. Vorerst 1 Liter Flüssigkeit = 250g Salz, also die doppelte Menge im Rezept oben.

      Im übrigen wird Gemüse auch besser, wenn man es vorher gart und dann auf dem Grill röstet. Paprika, Zwiebeln etc.

  4. Hallo, Sven! Vielen Dank für die Antworten. In der Regenjacke duschen, das gefällt mir. 😉 Und ja, vermutlich bin ich Grillpurist, auch wenn ich das so nie formuliert hätte. Nur wenn man vom „Nackensteaks aufs Rost knallen“ anfängt abzuweichen, gerät man schnell an seine Grenzen. Dann kann man entweder an der Grilltechnik drehen, oder man gart das Fleisch eben vor. Deshalb meine Frage – und ich freue mich auf das eine oder andere Grill-Spezial im Culinaricast diesen Sommer! 😉 Viele Grüße, Teddy.

  5. Hallo, Sven! Ich habe mich am Wochenende ein zweites Mal ans Malzbierhuhn gewagt und dabei Folgendes verändert: a.) Salz zu Malzbier = 1:4, b.) „Kandi-Malz“ (weil es kein Oettinger gab), c.) indirektes Grillen, wieder ohne Vorgaren. Von hinten kommentiert: Die Schenkel sind 1a geworden, da ich sie nicht direkt über der Kohle und mit geschlossenem Deckel gegart habe. Ich alter Purist. 😉 Kandi-Malz ist – dann wohl wie Vita-Malz – in der Tat viel zu süß. Da ich dieses Mal ja auch die Haut mitessen konnte, kann ich hierzu auch etwas sagen. Das Mischverhältnis von 1:4 ist mir persönlich aber zu salzig, da werde ich das nächste Mal dann wieder weniger Salz nehmen. Allerdings habe ich die Hühnerschenkel auch über Nacht eingelegt gehabt, nicht nur vier Stunden. Du siehst: Ich taste mich heran! 😉 Viele Grüße, Teddy.

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